Stinkfrüchte: Als Fracht teils problematisch.

Stinkfrüchte: Als Fracht teils problematisch.

Johnny Clow/Unsplash

Olfaktorischer Zwischenfall

Boeing 767 von Air Canada Rouge im Stinkflug

Nur kurz nach dem Start mussten die Piloten wegen eines seltsamen Geruchs die Sauerstoffmasken aufsetzen und umkehren. Die Ursache war schnell gefunden.

Top-Jobs

Industrial Product Engineer (m/w/d) mit Schwerpunkt Elektrotechnik

Industrial Product Engineer (m/w/d) mit Schwerpunkt Elektrotechnik

Feste Anstellung
Air Expo Abu Dhabi
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Inspektor:in für Flugschulen (m/w/d)

Inspektor:in für Flugschulen (m/w/d)

Top jobs
Feste Anstellung
Vollzeit
Österreich
First Officer Astra SPX/G100 oder Citation C550 (w/m/d)

First Officer Astra SPX/G100 oder Citation C550 (w/m/d)

Top jobs
Feste Anstellung
Vollzeit
Österreich
Abteilungsleitung Commercial Aviation (m/w/d)

Abteilungsleitung Commercial Aviation (m/w/d)

Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Vollzeit

Die Boeing 767 von Air Canada Rouge war am 17. September gerade erst in Vancouver gestartet und sollte die 245 Passagiere an Bord nach Richtung Montreal fliegen. Doch bereits auf einer Flughöhe von nur rund 7000 Fuß (rund 2100 Meter) verbreitete sich an Bord des Flugzeugs ein komischer und unangenehmer Geruch. Die Crew bat laut dem Transportation Safety Board of Canada (TSB) darum, auf einer Flughöhe von 25.000 Fuß den Steigflug zu stoppen, um die Ursache des Geruchs zu eruieren, berichtet das Portal Flightglobal.

Das blieb ohne Erfolg. Die Piloten sandten die Notfallmeldung PAN-PAN aus und setzten die Sauerstoffmasken auf. Die Meldung deutet auf eine Gefahr für Flugzeug oder Insassen hin, die aber nicht akut ist. Die Crew erhielt daher die Erlaubnis, 37 Minuten nach dem Start wieder in Vancouver zu landen. Das gelang ohne Probleme, niemand kam zu Schaden.

Stinkfrüchte taten, wofür sie bekannt sind

Wie Flightglobal unter Berufung auf die kanadische Transportsicherheitsbehörde berichtet, wurde die Ursache für den Gestank denn auch schnell ausgemacht – im Frachtraum. Dort befand sich eine Lieferung von Durian, sogenannten Stinkfrüchten, bei denen der Name offenbar Programm war. Sie gelten in Südostasien als Delikatesse. Obwohl viele Leute dort den Geschmack lieben, ist der Geruch der Frucht als sehr unangenehm bekannt.

Der Duft der Früchte erinnert an eine Mischung aus faulem Gemüse, Erbrochenem und Abfluss. Während er vielen Menschen in Südostasien bekannt ist, wussten Crew und Passagiere des kanadischen Fliegers mit dem Gestank nichts anzufangen.

Nach 20 Stunden wieder in der Luft

In Hotels und auch auf Flügen in Südostasien ist oft ein Hinweis zu sehen, dass Durian an Bord oder im Zimmer nicht erlaubt sind,  denn: Der Gestank von Durian ist auch ziemlich hartnäckig. Das zeigte sich auch bei Air Canada Rouge. Erst 20 Stunden, nachdem die Früchte entfernt worden waren, konnte die Boeing 767 wieder mit Passagieren abheben, berichtet die Zwischenfall-Datenbank Aviation Herald.

Im vergangenen November hatte es in Indonesien einen Durian-Vorfall gegeben. Passagiere von Sriwijaya Air weigerten sich, in einen Flieger zu steigen, der die Früchte geladen hatte.

Mehr zum Thema

Delta-Flieger: Die Airline hat zu viele Statuskunden.

Delta hat zu viele Vielfliegende mit höchstem Status

Airbus A321 LR von Air Transat: Bald auch in Peru zu sehen.

Air Transat fliegt mit dem Airbus A321 LR nach Südamerika

Boeing 777 von United Airlines: Mehr Flugzeuge kommen hinzu.

United will in drei Jahren um 430 Flugzeuge wachsen

Boeing 737 von Southwest Airlines: Es gibt Nachschub.

Schon wieder Mini-Grounding bei Southwest Airlines - Piloten spotten

Video

KLM-Jet und Solarmodule (Symbolbild): Probleme am Airport Schiphol.
Ob Flugzeuge zwischen 10 und 12 Uhr auf der Polderbaan landen dürfen, entscheidet der Flughafen Amsterdam Schiphol jetzt täglich nach der Wettervorhersage. Der Grund: ein naher Solarpark.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Boeing 737-200 von Venezolana: Ausgeliefert wurde das Flugzeug 1978.
Fast 50 Jahre nach ihrer Auslieferung ist eine Boeing 737-200 wieder in Betrieb. Ein Video zeigt das Interieur.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
LMS-901: Erstflug im Januar 2022.
Die LMS-901 Baikal steht vor grundlegenden Problemen. Die Entwicklung des russischen Antonov An-2-Nachfolgers könnte laut einem Bericht eingestellt werden. Die Regierung dementiert.
Timo Nowack
Timo Nowack