Eine Antonov An-12 von Atran hatte bei der Landung in Westsibirien Probleme. Das Fahrwerk klappte weg - und das führte zu einem spektakulären Manöver des Frachtflugzeugs.
Die Antonov An-12 mit der Registrierung RA-11371 kann auf ein langes Leben zurückschauen: Das Frachtflugzeug hat Baujahr 1970 und war damals noch für die Luftwaffe der UdSSR unterwegs. Doch jetzt hat es substanziellen Schaden erlitten, berichten mehrere russische Medien.
Der Flieger gehört mittlerweile Atran. Für die Frachtairline transportierte er am Mittwoch (26. März) verschiedene elektronische Gerätschaften mit einem Gewicht von rund 800 Kilogramm in Sibirien. Zudem waren acht Personen an Bord. Der Flug ging von Sabetta nach Novy Urengoy.
Doch beim Landeanflug bemerkte die Cockpitcrew, dass etwas mit dem linken Fahrwerk nicht stimmte. Sie bat den Kontrollturm des Zielflughafens, einen Überflug zu genehmigen, um per Sichtkontrolle zu schauen, ob mit dem Fahrwerk wirklich alles stimmt. Das Resultat: Es war ausgefahren, also wurde die Landung fortgesetzt.
Doch als die An-12 aufsetzte, zeigte sich: Das Fahrwerk war offenbar nicht gesichert. Es kippte weg. Auf einem Video ist zu sehen, wie das Flugzeug von Atran zunächst über die Landebahn schlittert, und dann schließlich nach Wegkippen des Fahrwerks eine Pirouette hinlegt - bevor es in einem Schneehaufen zum Stehen kommt.
Eine Person wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Der Flughafen von Novy Urengoy musste in der Folge aber geschlossen werden. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft, wie es zum Unfall kommen konnte.