Emirates bestellte 156 Boeing 777X fest und sicherte sich 50 Optionen. Mittlerweile sind es nur noch 115 fixe Orders plus 61 Optionen. Einst gehörten 35 der kleineren Boeing 777-8 zur Bestellung, mittlerweile führen Airline und Hersteller nur noch 777X auf, ohne eine Aufteilung in 777-8 und 777-9 zu nennen.

Emirates bestellte 156 Boeing 777X fest und sicherte sich 50 Optionen. Mittlerweile sind es nur noch 115 fixe Orders plus 61 Optionen. Einst gehörten 35 der kleineren Boeing 777-8 zur Bestellung, mittlerweile führen Airline und Hersteller nur noch 777X auf, ohne eine Aufteilung in 777-8 und 777-9 zu nennen.

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Fehlende Leistungsnachweise

Emirates droht, Boeing 777X abzulehnen

Die Golfairline fühlt sich von Boeing unzureichend informiert. Sie möchte Leistungsdaten von der 777X und ihrem Triebwerk sehen. Emirates macht darum eine klare Ansage.

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Als Hersteller von wirklich großen Flugzeugen will man es sich mit Emirates nicht verderben. Die Fluglinie aus Dubai ist der größte Airbus-A380-Käufer und -Betreiber. Ebenso hat keine andere Fluggesellschaft mehr Boeing 777X geordert als sie.

Anders als Lufthansa-Chef Carsten Spohr, der sich kürzlich glücklich zeigte über die jahrelange Verspätung der Boeing 777X, findet Emirates-Präsident Tim Clark oft kritische Wort. Schon im Januar sagte er zum erwarteten Start der Auslieferungen: «Das könnte 2022 sein, könnte 2023 sein, es könnte sogar noch länger dauern.» Nur zwei Wochen spät verschob der amerikanische Flugzeugbauer offiziell den Termin auf Ende 2023.

Emirates wartet auf Leistungsdaten

Daran glaubt man bei Emirates aber nicht. Boeing spreche zwar von Ende 2023, «aber wir lesen das immer als 2024», sagte Clark jetzt bei einer Branchenveranstaltung. Und der Präsident der Golfairline hat nicht nur Bedenken hinsichtlich des Termins.

Clark erklärte, Emirates habe immer noch keine Leistungsdaten der Triebwerke der Boeing 777X erhalten, obwohl das Testflugprogramm schon seit mehr als einem Jahr läuft. Man werde kein Flugzeug akzeptieren, das nicht «zu 100 Prozent» die Leistung bringe, die im Vertrag festgehalten sei, so der Emirates-Präsident. «Wenn es nicht das tut, was sie gesagt und vertraglich festgehalten haben, werden wir das Flugzeug nicht übernehmen.»

Hersteller zufrieden mit GE9X

Boeing lehnte eine Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters ab. GE Aviation, Hersteller des riesigen 777X-Triebwerks mit dem Namen GE9X, wollte sich ebenfalls nicht dazu äußern, ob man Emirates Leistungsdaten übermittelt habe. Allerdings erklärte ein Sprecher, man sei nach einem umfangreichen Testprogramm am Boden und in der Luft zufrieden mit der Leistung.

Mit dem GE9X hatte es Anfang 2018 Schwierigkeiten gegeben, im Sommer 2019 traten dann erneut Probleme auf, da eine Komponente an der Vorderseite des Kompressors vorzeitig verschliss. Der Erstflug der Boeing 777X verzögerte sich so bis Januar 2020.

Schichtet Emirates um?

Emirates und Lufthansa sind Erstkunden des neuen Langstreckenfliegers. Die deutsche Fluggesellschaft hat 20 Exemplare der größeren Variante Boeing 777-9 bestellt. Emirates orderte einst 156 Boeing 777X und sicherte sich dazu 50 Optionen, reduzierte später aber auf 115 Festbestellungen plus 61 Optionen.

Ursprünglich gehörten 35 der kleineren Boeing 777-8 zur Bestellung der Airline aus Dubai. Mittlerweile führen Fluglinie und Hersteller nur noch 777X auf, ohne eine Aufteilung in 777-8 und 777-9 zu nennen. Zuletzt hatte Emirates immer wieder angedeutet, dass sie ihre Orders womöglich umschichten könnte und weniger Boeing 777X nehmen, dafür mehr 787.

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