Jubiläumsmarke von 1971: Alitalia ist heue nur noch ein Schatten ihrer selbst.

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Beschluss

Alitalia geht in die Insolvenz

Die Aktionäre haben genug. Weil die Angestellten das Sparpaket nicht mittragen, schicken sie Alitalia in die Insolvenz. Die Regierung muss nun den Betrieb sichern.

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Es gab keinen Ausweg mehr. Die Aktionäre der italienischen Nationalairline haben am Dienstag (2. Mai) beschlossen, die Insolvenz einzuleiten. Die Ablehnung des Sanierungsplans durch die Mitarbeitenden habe ein Weitermachen verunmöglicht, begründeten die Alitalia-Eigner in einer Mitteilung. Sie bezeichnen die wirtschaftliche Lage des Unternehmens selbst als «ernst».

Man sei bereit gewesen, nochmals zwei Milliarden Euro einzuschießen, erklären die italienischen Aktionäre (51 Prozent der Anteile) und Etihad Airways (49 Prozent). Denn man erachte das Potenzial von Alitalia weiterhin als groß. Aber ohne die Zustimmung der Angestellten könne man die geplanten Maßnahmen zur Kostensenkung nicht umsetzen.

Neue Probleme belasteten

Etihad zeigt sich besonders enttäuscht über die Entwicklung. «Wir haben als Minderheitsaktionär alles getan, um Alitalia zu unterstützen. Doch nun braucht es eine tiefgreifende Restrukturierung, um überleben und in Zukunft wieder wachsen zu können», erklärt Konzernchef James Hogan in einer Stellungnahme. Nach dem Einstieg seiner Airline habe sich die italienische Fluglinie zuerst gut entwickelt. Doch dann hätten steigende Konkurrenz durch Billigairlines und verändertes Reiseverhalten als Folge von Terrorismus zu neuen Problemen geführt.

Die Regierung in Rom muss nun Insolvenzverwalter bestimmen, die Alitalia vorübergehend führen. In dieser Zeit ist die Fluggesellschaft vor dem Zugriff durch Gläubiger geschützt. Die Phase dürfte rund sechs Monate dauern. Die amtlichen Manager müssen prüfen, ob es eine Überlebenschance für die Fluggesellschaft gibt oder ob sie abgewickelt werden muss.

Überbrückungskredit

Der Flugbetrieb wird vorerst ganz normal weitergeführt. Dafür braucht Alitalia aber Geld von der Regierung. Das Kabinett in Rom tagt derzeit, um einen Überbrückungskredit von mehreren hundert Millionen Euro zu sprechen.

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