Airbus von Qatar Airways: Die Airline ist weltweit an Fluglinien beteiligt.

Airbus von Qatar Airways: Die Airline ist weltweit an Fluglinien beteiligt.

Qatar Airways

Auf fünf Kontinenten

Bei diesen Fluggesellschaften hat Qatar Airways ihre Finger im Spiel

Die staatliche Fluggesellschaft von Katar steht kurz vor dem Einstieg bei Virgin Australia. Qatar Airways hätte dann Airline-Beteiligungen auf fünf Kontinenten. Eine Übersicht.

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Mitte Juni kamen erste Gerüchte auf, dass Qatar Airways einen Einstieg bei Virgin Australia plant. In vertraulichen Gesprächen soll es um den Erwerb einer 20-prozentigen Beteiligung gegangen sein. Damals hieß es, dass der Deal Anfang Juli öffentlich gemacht werden könnte. Daraus wurde nichts. Bis jetzt: Am 1. Oktober wurde offiziell bekannt, dass die Golfairline nun sogar 25 Prozent der Aktien erwerben will. Der Kauf muss noch von der australischen Regierung genehmigt werden. Der Kaufpreis ist bislang unbekannt.

Vorbehaltlich der Genehmigung plant Virgin Australia, ab Mitte 2025 mit geleasten Jets Flüge von Brisbane, Melbourne, Perth und Sydney nach Doha aufzunehmen. Für Qatar Airways wäre dies eine Erweiterung der Kapazitäten durch die Hintertür. Denn Australiens Regierung hatte 2023 dem Wunsch der Golfairline, die Flugfrequenzen zwischen Doha und Australien zu erhöhen, eine Absage erteilt. Sollte der Deal mit Virgin Australia zustande kommen, würde Qatar Airways Beteiligungen an Fluglinien auf fünf Kontinenten halten.

Im August bei Airlink eingestiegen

In Afrika stand lange ein möglicher Qatar-Einstieg bei Rwandair im Fokus. Bereits 2019 war eine Beteiligung mit 49 Prozent im Gespräch. Doch mit der Pandemie wurden die Pläne auf Eis gelegt. Vor wenigen Monaten tauchten erneut Gerüchte auf, dass die staatliche Airline Katars interessiert sei. Im August kaufte sie dann 25 Prozent der Anteile der südafrikanischen Fluggesellschaft Airlink, die mehr als 45 Ziele in 15 afrikanischen Ländern anfliegt.

In Asien ist Qatar Airways an zwei Fluglinien beteiligt. 2019 erwarb sie 5 Prozent der Anteile an China Southern Airlines. Laut dem aktuellen Qatar-Jahresbericht hält sie mittlerweile noch 3,38 Prozent. Deutlich größer ist die Beteiligung an Cathay Pacific. Bei der Airline aus Hongkong ist Qatar Airways 2017 eingestiegen und besitzt 9,9 Prozent.

Mehr als 25 Prozent Anteile an IAG

Auch in Südamerika hat sich Qatar Airways eingekauft. Die Airline besitzt dort schon seit 2016 einen 10-Prozent-Anteil an Latam, der größten Airline-Gruppe in Südamerika. «Wir planen eine langfristige Zusammenarbeit mit Latam», sagte der damalige Qatar-Chef Akbar Al Baker. Beide Seiten könnten durch die Zusammenarbeit ihr Streckennetz erweitern. Qatar war bis dahin recht schwach auf dem südamerikanischen Markt vertreten.

Al Baker erklärte damals, das Latam-Investment biete den Kunden ähnliche Möglichkeiten wie die Beteiligung an IAG. Qatar Airways ist seit 2015 an International Consolidated Airlines Group beteiligt. An der Muttergesellschaft von British Airways und Iberia hat Qatar Airways ihren Anteil kontinuierlich aufgestockt. Mittlerweile hält die Airline 25,1 Prozent.

Die Strategie von Badr Al Meer

Heute ist IAG das einzige Luftfahrtunternehmen in Europa, an dem Qatar Airways Anteile hält. Das war allerdings nicht immer so. Bis zu deren Pleite im Jahr 2020 war die Golfairline auch an Air Italy, vormals Meridiana, mit 49 Prozent beteiligt.

Es sei zentraler Bestandteil der Strategie von Qatar Airways, ihren Einfluss in interessanten Regionen zu vergrößern, sagte der heutige Airline-Chef Badr Al Meer bei einem Pressegespräch im Juli. Gleichzeitig betonte Al Meer, dass sich seine Fluglinie aus unternehmensinternen Entscheidungen der Airlines heraushalte: «Wir verwalten nicht, wir mischen uns nicht ein. Bei IAG zum Beispiel haben sie ihr eigenes Team, ihr eigenes Management, ihren eigenen Chef. Wir arbeiten mit ihnen auf kommerzieller Basis zusammen, wie mit jeder anderen Fluggesellschaft, mit der wir kooperieren.»

Al-Baker nutzte Beteiligungen für Drohkulisse

Der ruhigere Badr Al Meer, der im November 2023 die Leitung übernommen hat, setzt sich von seinem Vorgänger Akbar Al-Baker ab. Letzterer scheute sich auch nicht, die Airline-Beteiligungen öffentlich als Druckmittel zu nutzen. Im Streit mit Airbus um Lackschäden warnte er den europäischen Hersteller davor, «Stress» zu riskieren «in den Beziehungen zu IAG, zu Latam und zu anderen Fluggesellschaften, an denen wir beteiligt sind».

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie die alle Airlines, an denen Qatar Airways Anteile hält. Ein Klick aufs Foto öffnet die Galerie im Großformat.

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